06.05.2012

Liebe Freunde der Backstubenlesung,

die Lesereihe „Schöner Lesen – Texte, Torten, Heißgetränke“ wurde im März 2012 eingestellt.

Liebe Leute, es waren sieben sagenhafte Jahre!

Ich danke allen Gästen, die in der Backstube aufgetreten sind. Es waren einige persönliche Helden darunter, tolle Autoren, große Entertainer, zauberhafte Menschen.

In manchen Fällen trafen sogar alle Attribute gleichzeitig zu. Ich habe viel lernen dürfen und es sind einige Freundschaften entstanden. Einen herzlichen Gruß an jeden einzelnen von Euch!

Vielen Dank an alle Zuschauer, die im Laufe der Jahre den Weg in die Backstube gefunden haben. Teilweise wart Ihr sogar regelmäßig da. Ich hoffe, Ihr hattet alle soviel Spaß wie ich.

Vielen Dank an alle, die mich rund um die Lesung in irgendeiner Weise unterstützt haben: Stühle schleppend, neue Zuschauer oder Lesegäste werbend, Beistand leistend. Ihr wart eine große Hilfe.

Einen persönlichen Dank an den Kollegen Marc Breuer, der mit mir 2005 „Texte, Torten, Heißgetränke“ gestartet hat – ohne Dich hätte es die Chose nicht gegeben.

Und nicht zuletzt auch vielen Dank an Annette und Daniel Vollmer vom Café Franck, die mir sieben Jahre lang einmal monatlich voller Vertrauen den Schlüssel zur Backstube überlassen haben (in den meisten Fällen habe ich ihn ja auch zurückgegeben ;-)).

Ohne „Schöner Lesen“ fehlt Euch was? Dann seid Ihr herzlich eingeladen zu „Ein Abend namens Gudrun“, einmal monatlich im Theater der „wohngemeinschaft“ (am zweiten Mittwoch im Monat um 20 Uhr). Da werde ich auch weiterhin monatlich Texte lesen und mich mit den Kollegen Anke Fuchs, Nico Walser, Quichotte, Cris Revon und Christian Gottschalk vergnügen.

Wer weiterhin über meine Lesetermine informiert werden möchte, schicke mir bitte eine Mail mit dem Betreff „Newsletter“.

Beste Grüße,

Armin

25.02.2012

Schöner Lesen im März

Frisch erschienen ist im Februar 2012 die von Christian Heinrici herausgegebene Anthologie "köln durch 11". In dem ungewöhnlichen Literatur- und Fotoband werden elf Kölner Stadtviertel von elf Kölner Schriftstellern porträtiert, bebildert mit Fotografien von Heike Frielingsdorf und Cornelia Olligs.

Der Band zeigt die skurrilen Seiten Kölns,  einer Stadt, die sicher nicht an allen Stellen schön, aber vielerorts liebens- und erlebenswert ist. Herausgekommen ist ein künstlerischer Spaziergang durch Köln, der die kleinen Nuancen zwischen Rhein und Dom zielsicher einfängt.

Ein etwas anderes Köln-Buch also jenseits von Kitsch und Kommerz mit Beiträgen von Chrizz B. Reuer (Belgisches Viertel), Julja Schneider (Deutz), Adrienne Brehmer (Südstadt), Christian Heinrici (Nippes), Armin Bings (Neuehrenfeld), Gerrit Wustmann (Lindenthal), Marie T. Martin (Kalk), Bettina Hesse (Ehrenfeld), Alexander Bach (Sülz), Adrian Kasnitz (Kwartier Latäng) und Stan Lafleur (Mülheim) als literarische Veedelspaten.

Und weil Köln so lebendig ist, gibt es  köln durch 11  auch live, als Veranstaltungsreihe, die 2012 in den 11 abgebildeten Stadtvierteln stattfindet. Die nächste Ausgabe von "Schöner Lesen" ist die nächste Station dieser kleinen Tour, es werden einige der vertretenen Autoren aus dem Band lesen. Bisher bestätigt haben ihre Teilnahme Alexander Bach, Adrienne Brehmer und Herausgeber Christian Heinrici.

Wir freuen uns auf viele Zuhörer am Sonntag, den 11.03.2012 um 17 Uhr!

12.01.2012

Schöner Lesen im Februar


Der Februar bietet wieder einmal eine - an dieser Stelle - bisher nicht dagewesene Gästekombination  und eine echte Premiere:

Krazy (Uta Titz), Jahrgang 1972 Musikerin, Autorin, Liedermacherette, ist zum ersten Mal zu Gast bei "Schöner Lesen". Sie singt, spielt Gitarre und Guinness-Tablett (Blech). Ihr aktuelles Solo-Programm "mit meinen Waffen" befasst sich sprachlich dicht und inhaltlich ungeschminkt mit Showbiz, Alkoholismus und anderen Anlässen zu schlechter Laune. Sie ist regelmäßig im Rahmen anderer Veranstaltungen in Köln zu sehen und begleitet außerdem verschiedenste Kollegen vokal und perkussiv, u.a. Peter Sarach, ungemähter Rasen, Alzheimer Allstars, Little Red Taxigirl oder Rich Schwab.



Nach langer Zeit mal wieder dabei ist Katinka Buddenkotte, Semi-Bestsellerautorin und Ganzkörpermimin. Sie erzählt in ihren Kurzgeschichten gerne von Verlierern der Gesellschaft und macht so  unter anderem erstmalig auf das Schicksal von berufstätigen Eichhörnchen und logopädisch vernachlässigten Rheinländern aufmerksam. Um ein wenig vom  Autobiografischen wegzukommen, schreibt sie gerade an einen Roman mit sehr viele Seiten – auch den guten.

Ich freue mich auf einen spannenden Nachmittag. Wer dabei sein möchte, finde sich bitte am bekannten Ort ein, und zwar am Sonntag, den 12.02.12 um 17 Uhr. Wir freuen uns drauf!

12.12.2011

Schöner Lesen im Januar


Am 08. Januar 2012 lohnt es sich nicht nach Bonn zu fahren. Es wird da ganz langweilig sein und trist. Ansonsten lohnt es sich ganz bestimmt nach Bonn zu fahren, aber an diesem bestimmten Tag sind einige der unterhaltsamsten Bonner nicht zu Hause, sondern in Ehrenfeld. Weil ich so schlau war, sie zu Eurer und Ihrer Unterhaltung einzuladen. 

Christian Bartel, Jahrgang 1975, interessiert sich für Komik und Verzweiflung und schreibt ernsthaft komische Geschichten. Er ist Mitglied mehrerer Lesebühnen und wurde 2005 deutscher Vize-Meister im Poetry Slam; außerdem schreibt er regelmäßig Satiren für die "taz". Sein erster Erzählungsband "Seit ich Tier bin" erschien im Herbst 2008. Christian Bartel lebt mal auf dieser, mal auf jener Rheinseite, aber immer in Bonn. Drei Bücher hat der Mann schon auf dem Kerbholz. Die heißen Seit ich Tier bin Zivildienstroman und Rheinland. Für eine Handvoll Kamelle - ein Heimatbuch und dürfen auf keinem Gabentisch fehlen. Auch im Januar nicht. 

Positano sind Daniel und John. Aus Bonn City, zwei Stimmen, zwei Gitarren. Sie machen: Satire-Folk. Alltags-Soul. Akustik-Rap. Seit 2003 schreiben sie zusammen Songs und spielen sie live. Gern einen ganzen Abend, zusammen mit Kollegen, auf Kleinkunstbühnen, bei Leseabenden und überall da, wo Leute zuhören. In der Backstube waren sie schon zum 5jährigen Jubiläum da und haben uns alle grinsen, wippen und staunen gemacht.

Ich freue mich sehr auf alle drei und Ihr könnt mit dabei sein: am Sonntag, 08.01.2012 um 17 Uhr in der Backstube des Café Franck. Bis dahin wünsche ich allenthalben ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes & glückliches Jahr 2012!

14.11.2011

Schöner Lesen im Dezember

Foto: Thomas Stelzmann
Nix da mit vorweihnachtlicher Glühweinseligkeit: Zwei glorreiche Halunken des gesprochenen Wortes werden die Backstube im Dezember aufmischen. Ich schätze mal, es wird sehr lustig. 

Quichotte ist Rapper und Sänger der Band Querfälltein, mit welcher er den Rap'n Roll auf den Bühnen dieser Welt verbreitet. Weiterhin kann man den Kölner mit Poetry Slam Texten erleben, die er sowohl auf Slams als auch auf Kleinkunstbühnen zum besten gibt. So gelang es ihm im Jahr 2010 bis ins Halbfinale der deutschen Meisterschaften des Poetry Slams vorzudringen und den inoffiziellen Titel des Rap-Slam Meisters zu gewinnen, den er vor wenigen Wochen in Hamburg erfolgreich verteidigte. Außerdem bereichert er allmonatlich das Programm der Lesebühne "Ein Abend namens Gudrun". Eine Lesung mit Quichotte verspricht Texte ernster Natur, lyrische oder prosaische, komische bis skurrile und ab und zu gerappte Vorträge. 
Necip Tokoglu studierte an der Universität Köln semitische Sprachen, osmanisch und neuere türkische Geschichte. Bereits als Student war er der Herausgeber der zweisprachigen Literaturzeitschrift ‚Kalem’. In seinem aktuellen Soloprogramm „Türkische Heimatgeschichten aus dem Westerwald“ vermischt er Biographisches mit skurilen deutschen Alltäglichkeiten und ist sich sicher : "Der Westerwald hat sich bis heute von meiner Kindheit nicht erholt".

Ich freue mich sehr auf die beiden. Wir freuen uns gemeinsam auf viele Zuhörer am Sonntag, den 11.12. um 17 Uhr! 

12.10.2011

Schöner Lesen im November

Keine Atempause am historischen Ofen: Auch für den November habe ich in die alte Backstube zwei hochinteressante Gäste  eingeladen, auf die ich mich sehr freue. 

Julja Schneider, geboren 1970 in Köln fragte schon als kleines Kind ihre Eltern, wann es denn endlich wieder zum Buchstabensee ginge. Gemeint war der Wörthersee. Trotz Ihres Germanistikstudiums beginnt sie zu schreiben und wird folgerichtig Mitglied der  Kölner Autorenwerkstatt. Und weil die Schreibtischtaten ihr nicht genügen, mietet sie 1996 ihr erstes Atelier und fertigt seitdem Bilder und Objekte mit Text. Ab 1993 hält sie regelmäßige Lesungen in Köln und anderswo, u.a. bei der Rheinlese und im Severins Burg Theater. Seit 1997 regelmäßige Ausstellungsbeteiligungen in Köln,  aber auch im Ausland, u.a. Liverpool und Spanien. Außerdem bringt sie mit dem Duo „ungemähter rasen“ ungepflegte Lieder aus Deutsch unter die Leute. Seit 2009 betreibt sie den sehr lesenswerten Blog„Zenfisch! Schneider schreibt“.




Foto: Verlag Kiepenheuer & Witsch
 Der zweite Gast ist Eric Pfeil. Rocko Schamoni nannte ihn einen „der besten Musikkritiker dieses Landes“ und sprach: „Sein Buch hat mich wieder neugierig auf Popmusik gemacht“. Besagtes Buch trägt den schönen Titel „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee“. Darin erzählt der kultisch verehrte FAZ-Autor mal brüllend komisch, mal auf surreal-psychedelische Art, mal vor Leidenschaft bebend von seinen seltsamen Abenteuern in der Welt der Popmusik. Er fährt in Urlaub mit Morrissey, probiert seltsame Drogen, geht mit den Beatles auf Kostümpartys und wünscht James Blunt alles Schlechte dieser Welt. Die Zeitschrift intro schreibt: »Was die Balance zwischen Gelassenheit und Überspanntheit, Galgenhumor und tödlichem Ernst angeht, hat Pfeil den Bogen raus. Er trifft sein Sujet daher sehr gut. Ja, besser als viele andere.« 
Los geht's am Sonntag, 13.11.2011 um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Kommet in Scharen!

30.09.2011

Schöner Lesen im Oktober

Oktober. Ich freue mich sehr auf das Blind date zweier Lieblingskünstler. Beide widmen sich den großen und kleinen Themen des Lebens mit der gleichen Hingabe und machen daraus wunderbare Literatur beziehungsweise Musik.

Im ersten Fall ist der Anreiseweg so lang wie die Vorfreude groß ist: aus Bielefeld kommt Hellmuth Opitz zu Besuch. Nach der Veröffentlichung mehrerer Hörbücher und Gedichtbände (zuletzt „Die Sekunden vor Augenaufschlag“) stellt er an diesem Nachmittag seinen neuen Gedichtband „Die Dunkelheit knistert wie Kandis“ vor. Was an diesen Gedichten fasziniert, ist ihre Bildsprache. Es sind Bilder, die im wahrsten Sinne des Wortes einleuchten – ganz gleich, ob es um die „großen“ Themen Liebe und Tod oder um banale Dinge wie Haushaltsgegenstände geht, denen Hellmuth Opitz in diesem Band einen ganzen Zyklus gewidmet hat. Diese hoch amüsanten Gedichte leben vom Kontrast zwischen profanem Gegenstand und hoher lyrischer Form. Aber auch Melancholie und Melodie gehen in diesem Gedichtband oft eine geglückte Verbindung ein. Hellmuth Opitz nutzt immer die Realität als Reibefläche, an der er seine poetischen Funken entzündet.

Mit den Abgründen des Alltags beschäftigt sich auch Andre Schmidt, Köln. In seinen deutschsprachigen Gebrauchsliedern zwischen Jazz und Chanson widmet er sich den kleinen, aber nur scheinbar unwichtigen Phänomenen des täglichen Lebens wie dem Cordjackett, der Bundesliga-Schlusskonferenz oder dem Kavallerie-Syndrom (alles aufschieben bis zuletzt und dann auf die Kavallerie hoffen). Er liebt klassische Songwriter wie Kurt Weill oder Paul Simon, schätzt die Reime von Erich Kästner und Robert Gernhardt und mag Marzipanschokolade. Oh ja, das tut er.
Dieser Oktober wird also in jedem Fall ein goldener – zumindest für gut 60 Minuten. Wer das miterleben möchte, darf das bei freiem Eintritt gerne tun.. Wir drei sind jedenfalls vor Ort und freuen uns über jeden, der am Sonntag, den 09.10.2011 um 17 Uhr in der Backstube Platz nimmt. Rechtzeitig anreisen, es wird voll. Wir freuen uns!

Mein Autorenbuch bei FIXPOETRY

Wer gerne einige Gedichte von mir am Stück lesen möchte, wird seit Kurzem fündig im schönen Portal FIXPOETRY von Julietta Fix. Im Autorenbuch kann man sogar hin- und herblättern. Ein bisschen schade ist, dass es dann nicht raschelt. Vielleicht kann man ja seinen Mitbewohner oder einen Nachbarn bitten, sich neben einen zu setzen und ein bisschen mit einem echten Buch zu rascheln, dann hat man beides. Und außerdem mal wieder Kontakt zum Nachbarn, das ist doch auch schön. Unter Umständen. 

Jedenfalls ist die Haifischbar drin, man kann den Brief an die Verhuschten nachlesen, mit der Schwebebahn, Wuppertal fahren und kommt dann irgendwann zum Ende der Mission

Außerdem gibt es dort natürlich auch noch wahnsinnig viele andere Autoren zu entdecken - ich bin selbst lange noch nicht durch:

Ich freue mich sehr über die Veröffentlichung und bedanke mich herzlichst bei Julietta Fix und bei Hellmuth Opitz für's Vermitteln!